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Sammeln

 

Premstaller, Ottmar (A) 2000, farbiger Linolschnitt

Wer Exlibris auf seinen Namen nicht ausschließlich als künstlerischen Eigentumsvermerk für Bücher verwendet, sondern sie auch als Sammelgebiet sieht, kann sich durch Tausch und Ankauf in Spezialantiquariaten eine eigene Sammlung aufbauen. Eine Hilfe ist dabei auch die Fülle von Spezialliteratur, die auch heute noch publiziert wird und über den Buchhandel oder über Antiquariate bezogen werden kann.

 

Falgas, Luis Garcia (E) 1919, Opus 13, Radierung

Hilfreich beim Erfassen und Auflisten ist inzwischen der Computer. Ob man nach Eignern, Künstlern, Motiven sammelt und wie man seine getauschten bzw. gekauften Exlibris aufbewahrt, liegt im Ermessen und Erfahren eines jeden Einzelnen. Ob in Ordnern oder Schubern, auf Papier oder Pappe, mit oder ohne Plastikhüllen, mit Fotoecken oder Klemmtaschen befestigt - stets sollte darauf geachtet werden, dass die das Exlibris umgebenden Materialien säurefrei sind, damit die Grafiken nicht leiden. Einkleben mit fest haftenden Fixierungsmitteln kommt allenfalls für das eigene Buch in Frage, jedoch nicht für die Sammlung; hier empfehlen sich Fotoecken oder Hawid-Klemmtaschen (im Briefmarkenhandel erhältlich).


Viele und auch umfangreiche Exlibris-Sammlungen befinden sich in privatem Besitz. Die größte öffentliche Sammlung in Deutschland beherbergt das Gutenberg-Museum in Mainz mit weit über 100.000 Exlibris. Wie hier finden sich in jeder größeren Sammlung alle grafischen Techniken einträchtig nebeneinander: Holzschnitt und Radierung, Kupfer- und Stahlstich, Siebdruck und Lithografie, Offset- und neuerdings Computerdruck (CGD), zuweilen in Mischformen zu überraschenden Effekten gelangend. Damit ist eine Exlibris-Sammlung auch Querschnitt durch die technischen Ausdrucksmöglichkeiten der Grafik. Das macht unter anderem ihren besonderen Reiz aus.

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