Was ist ein Exlibris?

Pauwels, Hedwig (B)

Pauwels, Hedwig (B)

2003, Opus 794, Radierung

Ein Exlibris ist eine kleine von einem Künstler gestaltete Grafik, die meist eine bildliche Darstellung sowie das Wort Exlibris (oder "Aus den Büchern", "Aus der Bücherei") und den Namen des Bucheigners enthält. Dieses Blatt wird auf dem Innendeckel des Buches eingeklebt und soll verdeutlichen, wem das Buch gehört.

Die Sitte, ein Buch mit einem gedruckten Exlibris (lat. ex libris = aus den Büchern, aus der Bibliothek) zu kennzeichnen, geht zurück auf die Zeit Dürers und war ursprünglich reiner Eigentumsnachweis. Im Lauf der Jahre entwickelte es sich zu einer eigenständigen Kunstform. Um die Jahrhundertwende 1900 wurde das Exlibris zu einem beliebten Sammelgegenstand.

Heute stehen den eher funktionsgebundenen, meist schlichten Gebrauchsexlibris freier und aufwändiger gestaltete Sammlerexlibris gegenüber. Sie fallen oft schon durch ihre Größe auf und sind reine Sammlerstücke. Mit der Tendenz, auch Exlibris fertigen zu lassen und zu sammeln, die sich der freien Grafik annähern, hat sich das Genre erweitert.

Seit der Ablösung des rein heraldischen Exlibris um 1900 finden sich als Motive für Exlibris alle denkbaren Themen, die wir auch von der bildenden Kunst kennen: mythologische Themen, topographische, literarische, berufsbezogene ebenso wie Aktdarstellungen.
Drucktechnisch finden sich heute nahezu all druckgraphischen Techniken, vom Holzschnitt
Über den Kupferstich, die Radierung, den Siebdruck bis hin zum CGD-Exlibris, d.h. dem auf dem PC komponierten Blatt.

DEG-Tagung 2017

Exlibris des Monats

Ella Iranyi: Eigenexlibris, Holzschnitt

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