Über das Exlibris

Was ist ein Exlibris?

Erler-Samaden, Erich (D)

Erler-Samaden, Erich (D)

Vor 1910 Farbige Zinkätzung

Ein Exlibris ist eine kleine von einem Künstler gestaltete Grafik, auf der eine meist bildliche Darstellung zu sehen ist und neben dem Wort Ex libris der Name des Bucheigners. Dieses Blatt wird auf der Innenseite des Bucheinbandes eingeklebt und soll verdeutlichen, wem das Buch gehört.

Die Sitte, ein Buch mit einem gedruckten Exlibris (ex libris = aus den Büchern = aus der Bibliothek) zu kennzeichnen, geht auf die Zeit Dürers zurück, war ursprünglich reiner Eigentumsnachweis und entwickelte sich danach zu einer eigenständigen Kunstform.

Werner, Josef (D)

Werner, Josef (D)

2006, Kolorierte Radierung

Inzwischen stehen den eher funktionsgebundenen, meist schlichten Gebrauchsexlibris freier und aufwändiger gestaltete Kunst- und Sammlerexlibris gegenüber. Sie fallen schon durch ihre Größe auf, sind reine Sammlerstücke. Heute nähern sie sich freien Grafiken, auf denen möglichst klein und unauffällig noch das Wort Exlibris (auch abgekürzt Exl. und der Eignername (oft nur als Initialen) auftauchen.

Die Bandbreite der Motive auf zeitgenössischen Exlibris erstreckt sich über alle denkbaren Themen vom berufsbezogenen Exlibris, z. B. für einen Arzt oder Rechtsanwalt, über Landschaften, Literatur und Mythologie bis zu Totentanz und Memento Mori, von archäologischen Inhalten bis zu Teufels- oder Aktdarstellungen. Auch freizügig-erotische Blätter sind beliebt unter den Sammlern.

Zwiers, Wim (NL)

Zwiers, Wim (NL)

1995, Opus 453, CGD (Computer Generated Design)

Drucktechnisch finden sich alle denkbaren druckgrafischen Techniken. Vom Holzschnitt über den Kupferstich, die Radierung und die Lithografie bis zum CGD-Exlibris, d.h. dem mit Hilfe des Computers komponierten Blatt.

Exlibris des Monats

Dezember 2017: Elisabeth Fossel (A), Universal-PF, Radierung um 1933, 60 x 80 mm

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