Kongress-Eröffnung im Kloster Strahov (alle Fotos: Tauber)

August/September 2018

37. FISAE-Kongress 2018 in Prag

Wer ins wahrhaft „goldene“ Prag kommt, den erwartet eine Stadt voller kultureller Sehenswürdigkeiten (prachtvollste Jugendstilarchitektur!) und sonstiger Highlights aller Art; nicht von ungefähr gehört die tschechische Metropole zu den meistbesuchten Städten der Welt. Mit mehr als 7 Millionen Besuchern lag sie auf Rang 20 des Global Destination Cities Index 2017 von Mastercard (Rang 1: Bangkok mit mehr als 20 Millionen Besuchern). Allein die Prager Burg auf dem Hradschin, die als größtes Burgareal der Welt gilt, wurde im letzten Jahr von fast 2,4 Millionen Touristen besucht.

Da passt es ins Bild, dass der 37. FISAE- Kongress 2018, zu dem der tschechische Exlibrisverein SSPE anlässlich seines 100-jährigen Bestehens nach Prag eingeladen hatte, in vielerlei Hinsicht ein Meeting der Superlative war: 544 Teilnehmer (der besseren Lesbarkeit halber implizieren im folgenden Text maskuline Formen stets sowohl männliche als auch weibliche Personen) aus 34 Ländern, darunter 148 Künstler. Das größte Kontingent an Teilnehmern stellte (natürlich) Tschechien mit 165, gefolgt von China mit 68, Russland (36), der Ukraine (32), der Türkei (25), Deutschland (24), den Niederlanden (23) und Hongkong (20). Besonders weite Anreisen hatten auch Teilnehmer aus den USA, Mexiko, Argentinien, Japan, Australien und Neuseeland auf sich genommen. Damit wird der Prager Kongress als eine der größten je durchgeführten Exlibris-Tagungen in die Geschichte eingehen.

Im Foyer des Tagungshotels

Das sehr große (äußerst preiswerte) Tagungshotel, von dem aus die Innenstadt per Straßenbahn bestens zu erreichen war, erwies sich als quirlige Stätte der bei den meisten Sammlern (wie immer) im Mittelpunkt stehenden Tauschgeschäfte. Der dazu vorgesehene Hauptraum war außerdem gut gefüllt mit zahlreichen Künstlern und einigen Händlern, so dass es neben dem Tauschen auch zu Kontaktgesprächen zwischen Auftraggebern und Künstlern, Käufern und Verkäufern aus aller Welt kam. Und für nicht wenige auch zu einem freudigen Wiedersehen mit Freunden, die man vielleicht nur alle zwei oder vier Jahre persönlich sprechen kann.

Schon die bei der Anmeldung ausgegebene Tagungstasche enthielt neben der Teilnehmerliste, einem illustrierten Programmheft, Prospekten des englischen und des amerikanischen Exlibrisvereins zwei herausragende Buchgaben. Zum einen ein mit Hunderten Abbildungen opulent ausgestattetes Werk über das „moderne“ tschechische Exlibris und seine Künstler (ISBN 978-80-7415-166-8, Preis ?) – fast 300 Seiten im Großformat und mehr als 1,8 kg schwer. Zum anderen den Katalog der ausgestellten Wettbewerbsarbeiten (ISBN 978-80-7415-177-4, Preis ?), der eine globale Übersicht über den Stand des derzeitigen Exlibris ermöglicht. Auf letzteren werden wir noch zurückkommen.

Die Kongress-Eröffnung am 28. August fand im Refektorium des unweit des Tagungshotels gelegenen Prämonstatenser-Klosters Strahov statt, wo in den angrenzenden Räumlichkeiten eine repräsentative Auswahl geistlicher Exlibris aus der Sammlung des Klosters zu besichtigen war.

Ausstellung "The Book belongs to me! History of Czech Exlibris until 1945" in den Gedenkhallen des tschechischen Nationalmonuments auf dem Hügel Vitkov

Der zweite Tag bot Gelegenheit zu einer Fahrt auf den Hügel Vitkov (tschechisches Nationalmonument), wo in den dortigen Gedenkhallen eine exzellent zusammengestellte Ausstellung mit dem Titel „The Book belongs to me! History of Czech Exlibris until 1945“ gezeigt wurde: 365 Exlibris von 88 Künstlern, zunächst Blätter des 16. bis 19. Jahrhunderts aus Bibliotheken des tschechischen Adels bis zu Josef Mánes´ Blatt für A. Lanna, mit dem1868 die Ära des modernen tschechischen Exlibris begann, sodann im Hauptteil Werke des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bis zum Jahr 1945. Der sehr empfehlenswerte, mit tschechischem und englischem Text versehene Ausstellungskatalog (ISBN 978-80-7036-549-6, Preis ?) dürfte rasch zu einem Standardwerk werden. Parallel zur Ausstellung wurde an einer Presse die Herstellung von Grafiken in verschiedenen Drucktechniken demonstriert. Der Tag klang aus mit einem Besuch der Ausstellung „Generation 2018 EXL“, verbunden mit einer Gartenparty, in dem nahe des Tagungshotels gelegenen Park „Ladronka“.

Mucha-Fenster im Veitsdom

Neben den erwähnten konnte noch eine Reihe weiterer Grafikausstellungen besichtigt werden: Z.B. präsentierte die 1917 gegründete Vereinigung tschechischer Grafikkünstler „Hollar“, in der auch etliche Exlibriskünstler organisiert sind, eine Verkaufsausstellung in den Räumlichkeiten ihrer Galerie. Sodann im Angebot: Das tschechische Exlibris 1945 bis 1990 – František Bílek und seine Grafik – oder, am Schlusstag, die Präsentation des Gesamtwerks von Vladimír Suchánek in Mariánské Lázně (Marienbad) durch den Künstler selbst. Und schließlich war da die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten, auf die wir noch zurückkommen werden.
Es war ein dermaßen reichhaltiges Angebot, dass sich gar nicht jeder in der Lage sah, alles wahrzunehmen, und sei es, dass man, wie leider der Berichterstatter, am frühen Sonntagmorgen wieder abreisen musste.

Fahrt mit der Historischen Straßenbahn durch Prag

Schließlich gab es auch noch ein veritables (fakultatives) Ausflugsprogramm: darunter eine kommentierte Fahrt mit der Historischen Straßenbahn durch Prag; eine Schifffahrt auf der Moldau mit Abendessen; wahlweise eine Führung durch die Prager Burg (Hradschin, Veitsdom, Goldenes Gässchen), wozu sich der Berichterstatter entschlossen hatte, – das Jüdische Viertel – die Prager Sezession – die Altstadt und die Kleinseite; Fahrt zur Burg Karlštejn oder zum Schloss Konopištӗ (mit dem Berichterstatter); und natürlich den Festabend in der Brauerei Staropramen in Smíchow mit Dinner und Volksmusik.

Kongress-Organisator Karel Urban und FISAE-Sekretär Olli Ylonen

Aber zurück zum Exlibris-Kongress und einem seiner wichtigsten Programmpunkte, dem Treffen der Delegierten der verschiedenen in der FISAE organisierten Exlibrisvereine, souverän geleitet von dem geschäftsführenden FISAE-Sekretär Olli Ylonen. Durch Delegierte vertreten waren 27 Gesellschaften, davon drei aus China (Beijing, Hongkong und Shanghai) und je zwei aus Finnland und Russland.
Satzungsgemäß wurde der Organisator des nächsten FISAE-Kongresses (2020 in Cambridge, England), Anthony Pincott, zum neuen FISAE-Präsidenten gewählt; der Organisator des 2018er Kongresses in Prag, Karel Urban, zum Ersten Vizepräsidenten und der Organistator des Kongresses 2016 in Vologda (Russland), Sergey Ptukhin, zum Zweiten Vizepräsidenten.
Zum Veranstaltungsort des FISAE-Kongresses 2022 wurde San Francisco gewählt.
Ihr Interesse an der Ausrichtung des Kongresses für 2024 bekundeten die Exlibris-Vereine von Bulgarien und Shanghai (China).
Neu als Mitglieder in die FISAE aufgenommen wurden „Gerardo Bagdonavičiaus Ekslibrisų Fondo Taryba“ (The Board of the Ex Libris Fund of Gerardas Bagdonavičius) / Litauen und die „Istanbul Exlibris Academy Association“ / Türkei.
Zur Finanzierung der dringend erforderlichen Erneuerung der FISAE-Webseite wurden Geldspenden der persönlich anwesenden Kongressteilnehmer erbeten (5 € pro Teilnehmer).
Von dem früheren langjährigen FISAE-Sekretär Prof. William Butler wurde ein Papier „Guidelines for Commissioning and Exchanging Exlibris“ eingebracht, das die Mitgliedsvereine auf ihre Webseiten einstellen und zur Diskussion freigeben werden. – Eine Übersetzung dieser Richtlinien zur Auftragserteilung und zum Tausch von Exlibris werden wir zeitnah auf unsere Homepage stellen.
Außerdem wurde beschlossen, dass jeder Mitgliedsverein am Ende jeden Jahres (15.12.) einen kurzen Bericht an den FISAE-Generalsekretär einreicht, indem eine Auflistung und die Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder sowie ein Überblick über das Vereinsgeschehen gegeben werden (Mitgliederbewegung, Tagungen, Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.).

Ausgezeichnet mit dem Großen Preis des FISAE-Kongresses 2018: Katsunori Hamanishi (Japan), hier "Brocade", 2016, C7, 97 x 96 mm

Zu den Kongress-Höhepunkten gehörte (wie immer) der Internationale Exlibris-Wettbewerb, zu dem, wie bereits erwähnt, ein vorbildlich ausgestatteter 188-seitiger großformatiger Katalog herausgegeben wurde, der alle ausgestellten Arbeiten und darüber hinaus eine Reihe wichtiger statistischer Angaben enthält. Eingereicht wurden 1.591 Arbeiten von 694 Künstlern aus 49 Ländern. Nach Anzahl der Künstler lag auf Rang 1 China (144), gefolgt von der Türkei (111), Russland (101), Polen (52), Tschechien (35), Argentinien (31) und der Ukraine (30). Aus Deutschland beteiligten sich nur acht Künstler am Wettbewerb; (aus der Slowakei nur sechs).
Die Jury unter dem Vorsitz des Grafikers Jiří Brázda (neben ihm die Grafiker Martin Manojlín, Miroslav Petřík und Vladimír Suchánek sowie die Kunsttheoretiker Rumjana Dačeva und Karel Žižkovský) wählten 232 Künstler mit 382 Exlibris für die Ausstellung aus. Hier war die Reihenfolge etwas anders: China (58), Tschechien (29), Türkei (22), Russland (21), Polen und Ukraine (je 15), Deutschland (5, nämlich Harry Jürgens, Jochen Kublik, Andreas Raub [mit einem Blatt für den verstorbenen Horst E. Sparke], Bella Slavkova und Josef Werner), Argentinien (4).
Den Großen Preis des FISAE-Wettbewerbs 2018 errang Katsunori Hamanishi (Japan).
Die gleichfalls ausgeschriebenen Preise des tschechischen Exlibrisvereins SSPE gingen an Vladimir Zuev (Russland), Liu Shuohai (China), Alexej Bobrusov (Russland) und Konstantin Kalynovych (Ukraine).
„Ehrenvolle Erwähnungen“ erhielten: Milan Bauer (Tschechien), Martin E. Baeyens (Belgien), Daniela Benešova (Tschechien), Natalija Cernecova (Lettland), Dušan Kállay (Slovakei), Alexander Lytkin (Russland), Hristo Naidenov (Bulgarien), Yuriy Nozdrin (Russland), Anna Tikhonova-Yordanova (Weißrussland/Bulgarien) und Dong Xiaozhuang (China).
28 weitere Künstler wurden für Preise nominiert, darunter mit Jochen Kublik und Josef Werner zwei Deutsche.
Herzlichen Glückwunsch der DEG an alle Künstler, die es in die Ausstellung geschafft haben, und insbesondere an die Preisträger und Nominierten!
Auch wer die Wettbewerbs-Ausstellung nicht sehen konnte, wird es dem Katalog entnehmen: Die Arbeiten zeigen das hohe Qualitätsniveau der zurzeit besten Exlibriskünstler der Welt.

Abendliche Bootsfahrt auf der Moldau; Blick zum Hradschin

Es sei nicht verschwiegen, dass es bei aller Harmonie und Freude und allem Wohlgefallen auch einige kritische Äußerungen zum Kongress-Geschehen gab, von denen die meisten jedoch nicht der Rede wert sind, schließlich hat eigentlich immer irgendjemand an irgendetwas etwas auszusetzen. Zwei Kritikpunkte seien dennoch herausgegriffen.
Zum einen war zu hören, dass die ungeheure Anzahl von Teilnehmern zumindest gefühlt zu einem gelegentlichen Überfüllungsproblem wurde. Solcherlei Einwände werden ja auch bei und nach DEG-Tagungen durchaus vermehrt geäußert. Nur: Eine Deckelung der Teilnehmer ist ja so ohne Weiteres nicht möglich, andersherum liegt in der großen Anzahl der zusammenkommenden Exlibrisfreunde die immense Chance vielfältigster Kontaktmöglichkeiten.

Festabend in der Brauerei Staropramen in Smichow mit Dinner und Volksmusik

Bis Ende April lagen dem Organisator des Prager FISAE-Kongresses noch keine 200 Anmeldungen vor! Die im Vorfeld gehegten großen Erwartungen wurden lange Zeit nicht durch tatsächliche Anmeldungen bestätigt. Was für ein Alptraum für einen Organisator, der natürlich mit einem gewissen Polster rechnete, da aber die Anmeldezahlen so eklatant hinter den Erwartungen zurückblieben, vermutlich leicht die Handbremse betätigte. Und dann kam die Masse an Anmeldungen eben doch noch und damit auch gewisse Probleme z.B. beim Abschlussabend. – Doch letztlich wurde alles bedachtvoll gelöst.
Zum anderen wurde, auch nicht zum ersten Mal, eine Art zunehmende „Kommerzialisierung“ des Geschehens beklagt, soll heißen, dass vorgeblich allzu häufig nicht Exlibris gegen Exlibris, sondern Exlibris gegen Geld und umgekehrt „getauscht“ wurde, wohlgemerkt abseits der Händler. Dazu mag es zu einer weiteren (auch öffentlichen) Diskussion der Exlibrisfreunde kommen. Auch im oben angeführten Richtlinien-Papier findet dies Erwähnung.

Künstler und Sammler auf dem Festabend, hier eine größere Gruppe der Chinesen mit Freunden

Alles in allem: Es war ein großartiges, in dieser Form nur alle zwei Jahre zu erlebendes Fest, eine wunderbare Gelegenheit, Exlibris-Liebhaber und -Künstler zu sehen und zu sprechen, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen – was natürlich auch bei den nationalen Tagungen möglich ist, aber doch nur in etwas bescheideneren Maßen.
Karel Urban und sein Team haben diesen Mammut-Kongress souverän und unaufgeregt gemeistert – dafür gebührt ihnen große Anerkennung und herzlicher Dank!

Wir sehen uns wieder 2020 in Cambridge – die Anmeldungsphase läuft!

Die Organisatoren bitten um schnellstmögliche Anmeldung unter:
www.bookplatesociety.org/2020registration.htm

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Mario De Filippis am 22.6.2013 vor seinem Restaurant in Arezzo (Foto von Nurgül Arikan)

Juli 2018

De re coquinaria

Mario De Filippis zwischen gastronomischer und Exlibris Tradition

Mario De Filippis geboren am 17. Januar 1939 in Soveria Mannelli, verließ uns am 12. Juli 2018 nach einem Leben, das der gastronomischen Tradition und der des Exlibris gewidmet war.

Nachdem er 1977 als Kunstliebhaber einen Artikel im Magazin Enotria gelesen hatte, lernte er die Welt des Exlibris kennen und wurde Sammler. Im Jahr 1979 traf er Gianni Mantero und trat der Vereinigung B.N.E.L unter dessen Vorsitz bei. Nach dem ersten Exlibris, das er vom Antiquitätenhändler Massimo Perlini in Arezzo erwarb, kaufte er in Bologna vom Antiquariat Matteucci die gesamte Sammlung Sabattini, die mehr als 50.000 Exlibris ab dem 16. Jhd. Jahrhundert umfasste. Ich erinnere mich an seine Worte über die Rückreise von Bologna nach Arezzo, das Auto beladen mit der gesamten Sammlung. Inzwischen wandte er sich verschiedenen Künstlern zu und seine Sammlung erreichte 1986 die Zahl von 130.000 Blättern. Er besaß mehr als 1300 Exlibris auf seinen Namen, die von nationalen und internationalen Künstlern gefertigt waren. Damit wurde Mario De Filippis in das "Guinness-Buch der Rekorde" für die größte Exlibris Privatsammlung der Welt aufgenommen.

Tranquillo Marangoni: Exlibris für Mario De Filippis

Er war ein profunder Kenner des Exlibris und arbeitete mit all jenen Sammlern zusammen, die sich mit Tauschanliegen oder Fragen zu verschiedenen Themen an ihn wandten. Er war ein hoch geschätzter Experte im internationalen Bereich und ein enger Freund der mit ihm zusammenarbeitenden Künstler, die er immer gern unterstützte. Ich erinnere mich an die Begeisterung und Freude in seinen Worten, mit denen er Ende August 1988 auf der Rückkehr vom FISAE-Kongress in Frederikshavn in Dänemark von dem Treffen berichtete, wo die A.I.E. (Italienische Exlibris Gesellschaft) in die FISAE aufgenommen wurde. Er war sehr aktiv auf internationalen Konferenzen, ich erinnere mich an sein starkes Engagement auf dem Mailänder FISAE Kongress im Jahr 1994. Er gründete in seiner Geburtsstadt Soveria Mannelli das Institut für italienische Exlibris und Kleingrafik „Gianni Mantero“ und arbeitete mit dem Verlag Rubettino zusammen, der mit ihm den Band "EX LIBRIS – Die LIONS Bewegung in 150 Exlibris" herausgab, von dem eine besondere Auflage anlässlich des 10. LIONS DAYS in Albenga am 18. April 2010 neu aufgelegt wurde. Unter den von ihm organisierten Wettbewerben denke ich gern an den in Pescia zum hundertjährigen Jubiläum von Pinocchio, an den in Cortona in Verbindung mit dem etruskischen Jahr und den für Leonardo da Vinci sowie an die verschiedenen Veranstaltungen im Zusammenhang mit den Lions.

Mit seiner Frau Giulia war er seit 1972 Inhaber des historischen Restaurants "Buca di San Francesco" in Arezzo, ein Ort der gehobenen italienischen gastronomischen Tradition, vor allem der toskanischen. Das historische Lokal wurde im Jahr 1929 von Giuseppe Porcellotti, seinem Schwiegervater, gegründet und befindet sich neben der Basilika, wo die Fresken von Piero della Francesca "Legende vom wahren Kreuz" zu sehen sind. Das Gästebuch des Restaurants beinhaltet Urkunden, Skizzen und Signaturen zahlreicher italienischer und internationaler Persönlichkeiten der Kunst, der Literatur, des Kinos und Protagonisten der Politik: Salvador Dali, Salvatore Fiume, Tullio Pericoli, Raymond Peynet, Vasco Pratolini, Charlie Chaplin, John Houston, Jeanne Moreau, König Gustav von Schweden, Präsident Truman und viele, viele andere waren Gast bei Mario De Filippis.

Seine große Offenheit und seine Leichtigkeit im Umgang mit Menschen machte es einfach, sich seiner Person zu nähern. Es war normal für ihn, den Kunden des Restaurants mit Exlibris und Grafiken in limitierter Auflage von seinem Verlag "De Filippis Mario Spa" eine Freude zu bereiten. Seine Aufmerksamkeit und persönliche Präsenz hat es ihm erlaubt, die authentische gastronomische Tradition mit der Liebe für Kunst, Kultur und Sammeln zu verbinden. Er war in Italien und im Ausland ein Bezugspunkt für Sammler, Experten und für die Künstler von Exlibris.

An seine Frau Giulia und seine Kinder Davide und Barbara, die mit Mario die Liebe zur gastronomischen Tradition und zum Exlibris teilen, unser Zeichen des tiefsten Beileids.

Gian Carlo Torre

(übersetzt von Siegfried Bresler)

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Mai 2018

Webmaster

Vor mehr als zwölf Jahren - oder einem Achteljahrhundert (!) - richtete Gregor Dahmen die Homepage der DEG ein und hat sie seitdem sukzessive weiter aufgebaut und vorbildlich betreut.
Nun hat Herr Dahmen aus persönlichen Gründen (insbesondere wegen starker beruflicher Belastung) um seine Entbindung vom Amt des Webmasters gebeten, und selbstverständlich hat der Vorstand seiner Bitte entsprochen.
Wir sagen ihm ganz herzlichen Dank für seinen langjährigen Einsatz!
Und wir freuen uns, dass er weiterhin dem Beirat der DEG angehören wird, als dessen Mitglied er sich schon seit mehreren Jahren mit stets konstruktiven Vorschlägen und wertvollen Hinweisen tatkräftig eingebracht hat!

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Joke van den Brandt: Urkunde an Susanne Theumer für den 1. Preis in der Kategorie "Beste Künstlerin / Bester Künstler"

April 2018

Vom 26.04. bis 29.04. fand die DEG-Jahrestagung 2018 diesmal in Wurzbach statt, zum nunmehr schon fünften Mal in unmittelbarer Nähe zu Schloss Burgk, das eine der größten Exlibris-Sammlungen in öffentlicher Hand besitzt.

Einer der Höhepunkte des Treffens, zu dem rund 150 TeilnehmerInnen aus 15 Ländern angereist waren (die weitesten Wege nahmen ExlibrisfreundInnen aus China und den USA auf sich) war die Preisverleihung bei dem von der DEG ausgeschriebenen Wettbewerb für Exlibris und Gelegenheitsgrafik.

Dabei ging der mit 300 EUR dotierte 1. Preis der Jury für den besten Künstler / die beste Künstlerin an die Deutsche Susanne Theumer.
Platz 2 (200 EUR) ging an Yulia Protsyshyn aus der Ukraine und Platz 3 (100 EUR) an Norbert Salzwedel aus Deutschland.

Susanne Theumer: Geburtstagsgrafik für Wolfgang Wissing, 2017

Yulia Protsyshyn: Exlibris für Guus Willemsen, 2017

Den Publikumspreis für das beste Exlibris (200 EUR) gewann Yulia Protsyshyn mit einem Exlibris für den niederländischen Sammler Guus Willemsen.

Norbert Salzwedel: Eigen-PF-Grafik, 2017

Den Preis des Publikums für die beste Gelegenheitsgrafik gewann Norbert Salzwedel mit einem PF-Eigenblatt.

Die Urkunden für die insgesamt fünf Preise wurden zum wiederholten Male von der belgischen Autorin und Kalligrafin Joke van den Brandt gestaltet. Die Namen fügte der deutsche Künstler Andreas Raub ein.

Joke van den Brandt: Urkunde an Klaus Rödel für 50-jährige DEG-Mitgliedschaft

Erstmals verlieh die DEG langjährigen Mitgliedern als Dank und Anerkennung eine – gleichfalls von Joke van den Brandt gestaltete – Urkunde.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der DEG Klaus Rödel aus Dänemark,
für 45 Jahre Paul G. Becker,
für 44 Jahre Helga Lange,
für 43 Jahre Prof. Dr. Werner G. Daniel,
für 42 Jahre Dr. Ulrich Daniel,
für 41 Jahre Klaus Stiebeling,
für je 40 Jahre Dr. Gernot Blum, Otto Renner und Siegmund Sos.

Künftig wird die Urkunde jedem/jeder verliehen, der/die auf eine 40-jährige Mitgliedschaft in der DEG zurückblicken kann.

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Willy Braspennincx: Eigenexlibris, 1985, Siebdruck

März 2018

Willy Braspennincx gestorben

Am 31. März 2018 verstarb in seinem 71. Lebensjahr unser langjähriges belgisches Künstlermitglied Willy Braspennincx.
Braspennincx studierte am Technikum in Antwerpen u.a. bei Frank-Ivo Van Damme und Antoon Vermeylen.und schuf seit 1982 eine große Anzahl von Exlibris, insbesondere als Siebdrucke. 2015 ging er - aus gesundheitlichen Gründen - zu digitalen Herstellungsverfahren über.

R.I.P.

Ottmar Premstaller in Bad Bramstedt, 2015

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Dr. Ottmar Premstaller

Am 18. März 2018 ist das Ehrenmitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft Dr. Ottmar Premstaller im 92. Lebensjahr verstorben.
Wir verneigen uns vor einer großen Künstler- und Sammlerpersönlichkeit.

Ottmar Premstaller wurde am 25. Januar 1927 geboren. Kindheit und Jugend verliefen nicht immer unter glücklichen Verhältnissen. So wurde seine Gymnasialklasse 1943 eingezogen, und er musste als Flakhelfer Dienst tun. Nach dem Krieg absolvierte er in Linz einen "Abschlußkurs" zur Erlangung der Matura. Das war mit etlichen Problemen verbunden, denn sein oberösterreichischer Wohnort St. Georgen lag im sowjetisch besetzten Teil, Linz dagegen im amerikanischen Sektor.
Von 1947 bis 1953 studierte er an der Tierärztlichen Hochschule in Wien und übernahm danach die veterinärmedizinische Praxis des Vaters. Bis 1988 übte er den Beruf des Tierarztes aus.
Bereits in seinem ersten Wiener Studienjahr wurde Ottmar Premstaller Mitglied der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft. 1993 übernahm er dann gar den Vorsitz der ÖEG. Er war über Jahre für die Jahrbücher verantwortlich und redigierte die "Mitteilungen" der Gesellschaft. Man ehrte ihn schließlich mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten (2002).
1980 organisierte er den FISAE-Kongress in Linz und 2004 in Wels. Besonders letzterer wird vielen Sammlern wegen der vorzüglichen Bedingungen und der ausgezeichneten Organisation noch in bester Erinnerung sein.
Mitglied der DEG wurde Ottmar Premstaller vor 67 Jahren. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und ist Träger der Walter-von-Zur-Westen-Medaille.

Ottmar Premstaller: Exlibris für Christian Kalt, 1994, Linolschnitt in 2 Farben

Premstaller beschäftigte sich seit den späten 40er Jahren auch mit dem Gestalten von Exlibris. Er benutzte dazu Rasierklingen, die er sich für seine Zwecke passend zerbrach. 1964 erwarb er eine Tiegelpresse, bald danach weitere Lettern, und er begann, im Keller seines Hauses zu drucken.
Ottmar Premstaller schuf über 1000 Exlibris, alle im kleinen, buchgerechten Format. Schon die frühen Arbeiten aus den späten 50er und frühen 60er Jahren lassen ein stilistisches Credo erkennen, das der Künstler sein Leben lang praktiziert hat. In diese Feststellung eingeschlossen ist natürlich die Tatsache, dass parallel dazu eine Entwicklung der Bildsprache im Sinne einer Verknappung und Präzisierung des Strichs zu beobachten ist.
1968 erschien ein erster Gedichtband, der dann den Startschuss für die St. Georgs Presse bildete. Die Bibliographie der Reihe umfasst rund 200 Editionen. Da einige Bücher in 2. Auflage vorliegen, kommt man bei überschlägiger Hochrechnung auf fast 50 000 Bücher!
Drei große Ausstellungen seines Werks sollen hier genannt werden:
2007 auf Schloss Burgk, 2009 im dänischen Frederikshavn und 2010 in Pettenbach (Österreich).
Von den zahlreichen Ehrungen, die Dr. Ottmar Premstaller erhielt, sei hier nur stellvertretend für alle die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich genannt.

Ottmar Premstaller: Exlibris für Dr. Peter Labuhn, 2007, Linolschnitt in 2 Farben

Der Künstler war ein ruhiger, bescheidener und warmherziger Mensch. Der täglichen Mühsal des Lebens begegnete er mit sachlicher Distanz. Man konnte ihn gelegentlich um seine positive Lebenshaltung, seine Sicht auf die Welt, die man wiederum nicht stoisch nennen konnte, beneiden.

Wir werden ihn vermissen.

(Peter Labuhn)

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Hristo Naidenoff (BG): Exlibris für H. Sparke, zu Hugo von Hofmannsthals Gedicht "Manche freilich [...]", 2010, Radierung und Aquatinta

Dr. Horst Sparke - Ein stiller Abschied

Vor ein paar Tagen erreichte uns die bestürzende Nachricht, dass Horst Sparke am 23. Februar im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Keiner, der im Exlibrisumfeld näher mit ihm zu tun hatte, ahnte, dass er schwerkrank war. Er ist, ohne jemanden von seiner Krankheit wissen zu lassen, ebenso wie seine Frau vor ein paar Jahren – verstorben.

Aber er hat der Exlibrisgemeinschaft ein Exlibris für das Jahrbuch 2018 mit dem Titel „Der Geist des Kapitäns“ hinterlassen. Ich will das Exlibris, das er uns kurz vor Weihnachten geschickt hatte, hier nicht abbilden, damit sich die Jahrbuchempfänger überraschen lassen können. Der Titel, der von Andreas Raub für das von ihm gestaltete Exlibris gefunden wurde, nimmt die Art seines Abschieds – eine Seebestattung – vorweg.

See, Meer, Schiffe, der Hamburger Hafen, das waren u.a. die Exlibris-Themen von Horst Sparke. Er hat in vielen Jahren eine umfangreiche Exlibrissammlung aufgebaut, für die er einen eigenen Raum in seinem Haus geschaffen hatte. Hier fanden sich alle seine Schätze, penibel nach Künstlern und Themen geordnet und zum Vorzeigen bereit.

Zu bestimmten Themen hat er im „Eigenverlag“ wunderschöne Bücher, z.B. Teufeleien – Exlibris mit Teufeln und Verwandten bestückt, gestaltet und verschenkt. Mit großer Selbstverständlichkeit wurden von Horst Sparke Exlibris zu vielen Gelegenheiten regelmäßig an meinen Mann und mich und sicher auch an andere verschenkt. Mit einer selten zu findenden Großzügigkeit spendete er zahlreiche Exlibris für neue Mitglieder, für das Archiv der DEG und für die Tombola bei den Jahrestagungen.

Unvergessen und in einem Katalog dokumentiert ist seine Ausstellung von eigenen Exlibris und denen seiner Frau unter dem Thema „Maritime Exlibris“ für die Tagung 2015 in Bad Bramstedt. Bei vielen Treffen in seinem Haus, zu denen er vorzugsweise eine chinesische Reistafel zubereitete, haben wir zusammen mit Ehepaar Plambeck die Ausstellung gedanklich vorbereitet. Anhand seiner Exlibris formulierte er die Unterthemen und die Zuordnung der Exlibris. Ohne zu zögern wurden von Horst Sparke passende Bilderrahmen, Passepartouts und Staffeleien für die Durchführung der Ausstellung auf eigene Kosten gekauft. Die Eröffnung dieser Ausstellung im Köhlerhof Bad Bramstedt bekam ein besonderes Flair durch sein Auftreten in typischem Fischerhemd mit Halstuch und Shanties aus eigens dafür angeschafftem Ghettoblaster. Zuletzt hat er dieses Zubehör zur Jahrestagung in Paderborn gefahren und damit auch die dortige Tagung 2017 unterstützt.

Auf den Hamburger Tauschtreffen, durchgeführt von Emil Kunze, habe ich ihn und seine Frau 2002 kennengelernt. Als wir dann diese Treffen jährlich in unserem Haus mit vielen Exlibrisfreunden weitergeführt haben, war er natürlich immer ein gern gesehener Gast. Am vergangenen Treffen im November 2017 konnte er aufgrund einer starken Bronchitis nicht teilnehmen. Als Gruß erreichte uns dann Anfang Dezember ein netter Brief zusammen mit seinem neusten Exlibris, in dem er nochmal das Fehlen beim Treffen bedauerte. Danach kam trotz mehrfacher Versuche, uns zusammen mit Ehepaar Plambeck zu einem Essen zu besuchen, kein Kontakt mehr zustande. Noch einen Tag vor der Todesnachricht haben Plambecks und ich über das Schweigen von Horst Sparke sinniert und hatten uns vorgenommen, seinen Sohn zu kontaktieren.

Dazu ist es nicht mehr gekommen.

Wenn Sie im neuen Jahrbuch das von ihm gesponserte Exlibris „Der Geist des Kapitäns“ sehen werden, kommen ihnen vielleicht ähnliche Gedanken wie uns:

Horst Sparke hat gewusst, dass er nicht mehr lange leben wird und dass er seine Ruhe auf dem Grund des Meeres finden will. Das wünschen wir ihm sehr und denken mit großem Dank an seine Großzügigkeit und seinen umfangreichen Einsatz für die DEG.

Anke Polenz

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Im Gedenken an Peter Dietzsch

Ein Enkel-Exlibris sollte es sein! Endlich ein Blatt mit meinen fünf Enkeln im Alter von drei bis sieben Jahren – grafisches Dokument einer Zeitspanne, die viel zu schnell vorübergeht und die man gerne festhalten möchte. Für mich kam hierfür nur Peter Dietzsch als Künstler in Frage, dessen meist heitere Art der Darstellung ich seit Jahren bewunderte und der schon so manches Exlibris und P.F. für mich gestaltet hatte.

Seit ich ihm Anfang Januar 2018 mein Ansinnen unterbreitete, trugen wir unsere Ideen - und davon gab es viele und wechselnde - telefonisch oder per Mail zusammen. Die Lust auf das Thema war, wie er mir sagte, groß, aber das letzte Fünkchen Inspiration ließ auf sich warten. Noch spät am Abend des 28. Februar schrieb ich ihm eine Mail, nicht ahnend, dass es die letzte in unserem freundschaftlichen Miteinander sein sollte: In der darauffolgenden Nacht schlief er friedlich ein. Am 20.04.2018 wäre Peter Dietzsch 85 Jahre alt geworden.

Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft wurde der Künstler 2009. Im selben Jahr entstand die in mehreren Exlibris-Publikationen abgebildete „Arche 3“ auf meinen Namen. Der sie begleitende Text an mich verdeutlicht den für Dietzsch typischen Reichtum an Optimismus und Bildung, Fantasie und Humor, der fast alle seine Exlibris- und Neujahrsgrafiken auszeichnet. Er schrieb:

„In eine Sammlung ‚Transportmittel‘ gehört sicherlich auch diese Arche. Im Gegensatz zur Geschichte der Originale von Ziusudra und Noah hat meine ‚Arche Nummer 3‘ jedoch eine gute Chance weiterzukommen, wurde sie doch von einem unverbesserlichen Optimisten gezeichnet. Mit vielen Fortbewegungstechniken und ausreichend Komfort ausgestattet, gelingt dieser Arche mit allen friedlichen Passagieren prompt eine gute Landung. Denn seht: Die Taube mit dem Grünzeug lässt das nahe Traumland erahnen und Onkel Alfreds Krähen sind ja auch schon da! Und egal, wie’s nun ausgeht mit den Katastrophen, ob uns das Wasser bis zum Halse steht oder wir vielleicht ganz auf dem Trocknen sitzen, es gilt die gute Nachricht: Land in Sicht!“

Seit Jahren schon litt Peter Dietzsch unter großer Atemnot, was seinen Bewegungsspielraum stark eingrenzte. Doch er klagte nicht. Sein Arbeitsplatz gab ihm die Möglichkeit, die körperlich gesetzten Grenzen spielerisch zu überwinden. Als ausgebildeter Diplomgrafiker in allen traditionellen grafischen Techniken versiert, hatte er jedoch erst 1999 begonnen, sich mit dem Computer und dessen Möglichkeiten vertraut zu machen. Die Bildbearbeitungs- und Grafikprogramme faszinierten ihn, erschlossen sie doch neue Kompositions- und Arbeitsbereiche. Was als Zeichnung per Bleistift oder Feder auf einem Blatt Papier entstand, konnte per Computer verändert, ergänzt, neu zusammengesetzt, typografisch und farblich bearbeitet werden. Gerade die Kombination aus manueller und digitaler Gestaltung macht auch den Reiz seiner Exlibris und P.F. aus, deren Mischtechnik als OG (Original-Grafik) + CGD (Computer Generated Design) bezeichnet wird.

Die ersten Exlibris entstanden 2004, es sollten noch viele folgen. Die genaue Zahl ist - mir - nicht bekannt. Sie lässt sich auch nicht ganz leicht eruieren, zumal sich zu den Exlibris-Aufträgen von Sammlern nicht wenige Geschenk-Blätter des Künstlers an Familienmitglieder, Verwandte und Bekannte gesellten. 2011 gewann sein Exlibris für Martina Schulz den 2. Preis beim Internationalen DEG-Wettbewerb unter dem Titel „Das buchgerechte Exlibris“. Äußerst originell hatte Dietzsch hier „Die Prinzessin auf der Erbse“ ins Bild gesetzt.

„Wir vermissen Dich…“ steht auf der Traueranzeige. Dem werden viele Exlibris-Freunde zustimmen. Sein Werk lebt weiter und mit ihm die Erinnerung an einen liebenswürdigen und –werten Künstler, dessen heitere Art, Dinge und Zusammenhänge zu sehen und darzustellen, viele von uns zum Lächeln gebracht und glücklich gemacht hat.

Birgit Göbel-Stiegler, im März 2018

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Neue Schweizer Exlibris-Datenbank

„Ex meis libris“: Die Exlibris-Datenbank der ETH-Bibliothek
Besitzervermerke in alten Drucken auf der Plattform E-Pics

Der neue Katalog „Ex meis libris“ auf der Plattform E-Pics erlaubt es, die Besitzervermerke und Herkunftsmerkmale in alten Drucken der ETH-Bibliothek zielgerichtet aufzuspüren.
Die gezielte Eingabe von Besitzernamen, Provenienzmerkmalen oder Quellen ermöglicht es wissenschaftlich tätigen und anderen interessierten Personen, zum Beispiel ehemalige Privat- und öffentliche Bibliotheken virtuell zu rekonstruieren. Langwieriges Durchscrollen in den digitalisierten Büchern entfällt hierdurch. Der Katalog „Ex meis Libris“ leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Buchgeschichte.
Der zurzeit rund 500 Bilder von gedruckten Exlibris, handschriftlichen Vermerken oder Stempeln umfassende Katalog wird laufend erweitert. Hierbei werden die Provenienzmerkmale identifiziert, transkribiert und erschlossen.
Von den einzelnen Exlibris-Abbildungen führen Links auf das zugehörige Buch auf der Plattform e-rara.ch. Mittels Linked Open Data werden außerdem zusätzliche Informationen z.B. aus dem Historischen Lexikon der Schweiz oder Wikipedia eingebunden.
E-Pics ist die Plattform für Bilder, Fotografien und Illustrationen der ETH Zürich und wird von der ETH-Bibliothek betrieben.
Zum Bestand der Alten und Seltenen Drucke der ETH-Bibliothek gehört eine Reihe von sehr wertvollen Werken, oftmals Erstausgaben oder bedeutende spätere Ausgaben auf dem Gebiet der technisch-naturwissenschaftlichen Literatur vor 1900. Die Sammlung dokumentiert die Geschichte und Entwicklung der Astronomie, Mathematik, Technik, Architektur und der Naturwissenschaften.

Kontakt

ETH Zürich
ETH-Bibliothek
Dr. Meda Diana Hotea
Alte und Seltene Drucke
+41 44 632 93 07
meda.hotea@library.ethz.ch
http://ad-provenienz.e-pics.ethz.ch
www.e-rara.ch
www.library.ethz.ch

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“Ex meis libris”: ETH Library’s ex libris database
Owners’ marks in rare books on the platform E-Pics

The new Ex meis libris catalogue on the platform E-Pics enables the owners’ marks and specific origin marks in ETH Library’s rare books to be traced.
The specific entry of owners’ names, provenance marks or sources enable academics and anyone else who is interested to reconstruct erstwhile private and public library holdings virtually, for instance. This renders all that tedious scrolling through digitised books redundant. The catalogue Ex meis libris thus plays a valuable role in book history research.
Currently comprising roughly 500 images of printed ex libris, handwritten notes or stamps, the catalogue is constantly being expanded. The provenance marks are identified, transcribed and indexed in the process.
Links redirect from the individual ex libris images to the corresponding book on the platform e-rara.ch. And thanks to Linked Open Data, additional information from the Historical Dictionary of Switzerland or Wikipedia for instance, is also included.
E-Pics, ETH Zurich’s platform for images, photographs and illustrations, is run by ETH Library.
ETH Library’s Rare Books holdings include a series of extremely valuable works, often first editions or important later editions in the field of pre-1900 science and technology literature. The collection documents the history and development of astronomy, mathematics, technology, architecture and science.

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Dr Meda Diana Hotea
Rare Books
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ETH Zürich, ETH-Bibliothek, Eva-Maria Szabó, Leitung Marketing und Kommunikation, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Tel. +41 44 633 99 67, eva.szabo@library.ethz.chwww.library.ethz.ch

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Ayse Kayirhan: Eigenexlibris, 2017, Linolschnitt

Eulenmotive auf Exlibris. Ein Projekt im Unterrichtsfach „Bildende Kunst“ an der Gottlieb-Daimler-Realschule Ludwigsburg, von Angelika Lukacs, Simon Schneider und Gülcan Saringer-Keleş, in: Kauzbrief 30, 26. Jg., 2018, S. 13-17

Bereits im September/Oktober 2017 haben wir auf dieses Schulprojekt zur Gestaltung von Eulen-Exlibris hingewiesen. Nun ist der Kauzbrief 30 der AG Eulenschutz im Landkreis Ludwigsburg mit einer detaillierten Beschreibung der Projektarbeit erschienen. Begleitet von den Studierenden im Praktikum an der PH Ludwigsburg Angelika Lukacs und Simon Schneider sowie der Realschullehrerin Gülcan Saringer-Keleş schufen 25 Schüler und Schülerinnen einer 6. Realschulklasse in insgesamt vier Doppelstunden als Linolschnitte gefertigte Eigenexlibris mit Eulenmotiven.

Wir beglückwünschen die SchülerInnen zu ihren gelungenen Arbeiten und gratulieren den Lehrkräften zu ihrer erfolgreichen Begleitung! Ein beispielhafter Weg zum frühen Kennenlernen der schönen Kunstgattung Exlibris!

Alle SchülerInnen haben ein Exemplar ihres jeweiligen Exlibris dem DEG-Archiv geschenkt, und dafür bedanken wir uns ganz herzlich! Wir nehmen die Arbeiten sehr gern in unseren Bestand auf.

(Henry Tauber)

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Februar 2018

DEG-Jahrestagung 2019

Termin und Ort für die DEG-Jahrestagung 2019 stehen fest.
Sie wird vom 9. bis 12. Mai 2019 in Wetzlar stattfinden.

Signaturen-Liste

Zur Zuordnung Ihnen unbekannter Künstler zu Ihren Exlibris stellt die DEG eine Signaturen-Liste bereit,
die von nun an regelmäßig erweitert wird:

Hier geht es zur Signaturen-Liste.

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Jürgen Czaschka: Eignergrafik Heinz Decker, "Versuch zu Lear", DA, 2004

Jürgen Czaschka 1944 - 2018

Es erreichte uns die für alle Exlibrisfreunde traurige Nachricht, dass der österreichisch-deutsche Künstler Jürgen Czaschka (1944-2018), der die letzten Jahre seines Lebens in Italien verbracht hat, dort verstorben ist. Wir Sammler kennen Czaschka als einen Kupferstecher, der auf seinen Exlibris oft Bildwelten entwarf, die den Bezug der klassischen Antike oder Weltliteratur zu unserer heutigen Realität aufzeigen. Mit seinem messerscharfen analytischen Blick entlarvte er schonungslos Heuchelei, Hybris, Eitelkeiten und Obsessionen. Dabei galt seine Empathie den Leidenden. Neben seinen Exlibris hinterlässt Czaschka ein umfangreiches beeindruckendes Werk an künstlerischer Grafik und Buchillustrationen. Bei seinem letzten Anruf aus seinem Wald in Fanano sprach er liebevoll von seiner Stiftung, die den Namen seiner Frau trägt und die der Kunst der Druckgrafik und Künstlerbüchern gewidmet ist. Neben seinen Werken in Museen und den Exlibris in unseren Sammlungen wird sie die Erinnerung an ihn aufrechterhalten.

(Heinz Decker)

Jürgen Czaschka: "Travestie", C2, 1989

The artist Jürgen Czaschka (Vienna 1944) is the man who unites intellectual rigour with a humanitas that is as warm as it is ironic, and his burin works on copper – in which he is an acknowledged and undisputed master – seem no less than the epiphany of a philosophical journey founded on an unshakable public spirit, the result of a wholly secular morality.

Jürgen Czaschka is the giant who has reigned over a forest of signs, shaping them into an order of art, of civic history and the personal story of a love supported, illuminated and warmed by the flame of Renate.

It was with dramatic awareness of himself and his art that in 2002 he decided to interrupt his journey as an engraver and donate his entire body of work – entirely printed on this catalogue – to the Bagnacavallo Print Gallery.

In 2016 he founded the Renate Herold Czaschka Foundation dedicated to Printmaking and artist books.

(Opificio della Rosa)

Neuerscheinung Alumnen und ihre Exlibris (800 Jahre Rostock, 600 Jahre Universität Rostock)

Ingo Koch Verlag, Warnowufer 30, 18057 Rostock,

Anne Büsing/Kirsten Büsing/Heide Haarländer; 140 Seiten, 71 meist farbige Abbildungen

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November 2017

Vortrag in Leipzig über Exlibris von Max Klinger

Am 7. November 2017 hielt der Präsident der DEG, Dr. Henry Tauber, auf Einladung des Leipziger Bibliophilen-Abends (LBA) im „Haus des Buches“ in Leipzig einen Vortrag über die Exlibris Max Klingers. Anwesend waren zahlreiche Gäste vor allem aus Leipzig, aber z.B. auch aus Wittenberg und Naumburg.

Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des Exlibris bis zu seiner Lösung von der Heraldik ging Tauber, der das grundlegende Werkverzeichnis zu Klingers Exlibris verfasst hat, im Wesentlichen auf die Blätter ein, die Klinger für Mitglieder des „alten“ Leipziger Bibliophilen Abends, der von 1904 bis 1933 existierte, gemacht hat. Und zwar für die Verleger Henri Hinrichsen und Gustav Kirstein, den Kunsthistoriker Richard Graul, den Buchhändler Ernst Wiegandt und den Berufsoffizier Friedrich Bobsien. Seine Bedeutung als Erneuerer der Radierkunst in den 1880er Jahren und insbesondere als Bahnbrecher für einen sozialkritischen Realismus in der Grafik trat in Klingers Exlibris kaum zu Tage. Hier befasste er sich vor allem mit antiken Mythen und wandte sich häufig der Darstellung des nackten Menschen zu. Sein Credo: In ihren besten Schöpfungen ist die Kunst ist in der Lage, ein vollkommenes Spiegelbild der Natur zu liefern, aber zuvor muss der Künstler das Ideale auswählen, und das wichtigste Auswahl-Kriterium ist die Schönheit.

Klinger, dessen Exlibris noch heute hoch geschätzt (und teuer) sind, hatte keine eigentlichen Schüler, aber etliche Nachfolger. Auch auf diese ging Tauber kurz ein: Bruno Héroux gehörte dazu und Alois Kolb, zu dessen Schülern wiederum Hela Peters, Karl Blossfeld, Max Brüning, Carl Streller und Otto Weigel zählten, auch diese allesamt bekannte Exlibris-Künstler.

Abschließend zeigte Tauber Möglichkeiten für die Anwesenden auf, sich weiteren Exlibris-bezogenen Aspekten zu widmen. Es gab (neben Héroux) andere Künstler im alten LBA, die Exlibris schufen: Willi Geiger, Richard Grimm-Sachsenberg, Hugo Steiner-Prag oder Walter Tiemann. Es gab Exlibris-Großsammler unter den Mitgliedern, wie Paul Heinicke, der später auch Ehrenmitglied der DEG war und dessen großartige Kollektion den Grundstock der Sammlung von Schloss Burgk bildete. Und da waren natürlich auch etliche Künstler und Sammler in Leipzig und Umgebung, die nicht im LBA organisiert waren, gleichwohl aber wichtige Beiträge für die Exlibris-Bewegung leisteten. Schließlich war Leipzig, neben Berlin, München und Dresden, eine der vier Hochburgen des Exlibris in Deutschland. Darüber hinaus steht Leipzig auch in neuerer Zeit für herausragende Leistungen in der Exlibriswelt, mit Namen wie Oswin Volkamer, Karl-Georg Hirsch, Frank Eißner und vielen anderen.

Der 1991 wiedergegründete Leipziger Bibliophilen-Abend ging aus der von 1956 bis 1990 tätigen Leipziger Ortsvereinigung der "Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR" hervor und hat sich wie die bis heute existierende, äußerst rührige Pirckheimer-Gesellschaft der Buchkultur und Bibliophilie verschrieben; die Pirckheimer-Gesellschaft vereint „Bibliophilie, Freunde der Graphik und Exlibrissammler“, sie ist Gründungsmitglied der F.I.S.A.E. Die Vortragsveranstaltung zu Klingers Exlibris unterstreicht die freundschaftlichen Beziehungen, die die DEG zu den genannten Vereinen pflegt.

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November 2017

Die Exlibris-Sammlung im Stadtarchiv Pforzheim

Aus dem Nachlass unseres langjährigen Mitglieds Eleonore Staib, die 2016 im Alter von 98 Jahren verstarb, ist ihre rund 2.000 Exemplare umfassende Exlibris-Sammlung an das Stadtarchiv Pforzheim gegangen. Dazu hat unser neues Mitglied Harald Katz den prägnanten Beitrag „Bucheignerzeichen und Gebrauchsgrafik. Die Exlibris-Sammlung im Stadtarchiv“ veröffentlicht. (In: Archivmagazin. Neues aus dem Stadtarchiv Pforzheim, 2017/3, S. 14-17)  http://cdn.pf.webseiten.cc/fileadmin/user_upload/archiv/pdf/archivmagazin-3-2017-web.pdf 

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September / Oktober 2017

Gestaltung von Eulen-Exlibris in der Gottlieb-Daimler-Realschule Ludwigsburg

Initiiert von dem Realschullehrer und Ausbildungsberater für PH-Studierende Rudolf Schaaf gestaltete die letztjährige Klasse 6a an der Gottlieb-Daimler-Realschule Ludwigsburg im Rahmen eines fächerübergreifenden Projektes „Eulenmotive auf Exlibris“.

24 der entstandenen Arbeiten sind einzusehen auf der Website der AG Eulenschutz im Landkreis Ludwigsburg unter: Freunde der AG Eulenschutz.

Eine ausführliche Beschreibung des Unterrichtsprojektes wird 2018 im Kauzbrief 30, Zeitschrift der AG Eulenschutz, erscheinen.

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September 2017

Mosbach: Eine kleine Kunstform füllt zwei Museen
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Mönchengladbach: Rheinlandtaler für Exlibris-Sammler Blum
>> Mehr Informationen <<

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Die belgische Exlibris Gesellschaft GRAFIA hat neue Kontaktdaten:

Addresse : Graphia vzw, Bruin de Beerlaan 23, B-9111 Belsele (Sint-Niklaas) Belgium
Website : www.graphiavzw.be
Mail : info.graphiavzw@gmail.com
you can also find us on facebook

Juli 2017

Nachruf auf Sofya Vorontsova

Während der DEG-Jahrestagung 2009 in Wiesbaden zeichnete sie mir das Wort Exlibris auf die Speisekarte, dazu Datum und Ort, begleitet von drei Schlangenlinien, die jeweils in einem kleinen Knäuel enden – die Linienführung dynamisch und energisch, aber zugleich verspielt, zart und fragil. Nun ist die Diplom-Designerin Sofya Vorontsova, selbst zierlich und fragil und doch so zäh und unbeugsam, am 20. Juli, kurz nach ihrem 33. Geburtstag, einem schweren Krebsleiden erlegen.

Geboren am 4. Juli 1984 im russischen Togliatti an der Wolga in der Oblast Samara, war sie das einzige Kind von Aleksey Vorontsov und Tatiana Kaliagina, der Vater künstlerischer Leiter und Chef-Dirigent des Togliatti Symphonieorchesters, die Mutter Pianistin. Musisch und künstlerisch veranlagt, besuchte Sofya nach dem Gymnasium die Staatliche Kunstschule Nr. 1 in ihrer Heimatstadt, studierte dann von 2002 bis 2007 an der Staatlichen Universität für Druckwesen in Moskau und absolvierte von 2007 bis 2009 dank eines Stipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden als Meisterschülerin von Elke Hopfe. Nebenher hatte sie einen Lehrauftrag an der Moskauer Fachhochschule inne. Seit 2009 arbeitete sie immer wieder in der Offizin des Nürnberger Xylografen Rudolf Rieß, der ihr zum künstlerischen Ziehvater wurde, und schließlich lebte sie als freischaffende Künstlerin in Nürnberg.

Nachdem 2011 ein Hirntumor bei ihr entdeckt worden war, durchlebte und erlitt sie langwierige Chemotherapien und Bestrahlungen, die sie zumindest nach außen hin hartnäckig und stoisch hinnahm, in ihrer trotz der Krankheit stets bescheidenen und zurückhaltenden, positiven und optimistischen Art, getragen von einer Welle der Hilfsbereitschaft seitens befreundeter Künstler und Sammler und unterstützt von weiten Kreisen der Nürnberger und Fürther Bevölkerung. 2015 heiratete sie und lebte zuletzt in Mühldorf am Inn.

Sofya malte in verschiedenen Techniken und aquarellierte, von Fahrten in die Niederlande und nach Spanien brachte sie Ideen zu Reisebildern mit; die bizarren Bauwerke Gaudis und die üppige Mittelmeerfauna inspirierten sie zu gegenstandsfernen Farbenspielen. Sie zeichnete auch und befasste sich mit Druckgrafik. Dabei galt ihre besondere Liebe dem Holzstich. Sie schuf Buch-Illustrationen und grafische Folgen, zu E.T.A. Hoffmann und Molière und zu russischen Märchen und Fabeln. Und sie war eine Exlibris-Künstlerin mit einem Gesamt-Oeuvre von mindestens 58 Blättern – auch theoretisch befasste sie sich mit dem Bucheignerzeichen: In Moskau schrieb sie an einer Arbeit über Xylografie-Exlibris des 20. Jahrhunderts. Kompositionsstruktur und Besonderheiten der künstlerischen Ausdrucksmittel. Sofya nahm an zahlreichen Ausstellungen teil und wurde für ihre Arbeiten vielfach ausgezeichnet.

In den meisten ihrer Exlibris führte sie die Linien schwungvoll und dynamisch, scheinbar spontan gekrümmt oder aufgesplittet, auch gebündelt. Die Flächen sind oft amorph und kaum bestimmbar, umfassen und überlappen sich in komplizierten Kurven und fließen schon mal in Linien aus. Linien und Flächen konvergieren, durchdringen und überschneiden sich. Wenn sie Farbe benutzt, geschieht es zumeist auf eine lyrisch-dekorative Weise. Ihre Motive waren historische und kunsthistorische Reminiszenzen, Anklänge an Musik und Literatur, Darstellungen aus Sagen und Legenden (wie die Sebaldus-Legende auf dem Exlibris für Manfred Baumüller) und Fantasiebilder (wie das Carpe-Diem-Schaukelpferd für Helge Larsen). Dank ihrer liebenswerten Persönlichkeit und ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Werke wird die viel zu früh Verstorbene den Freunden und Sammlern unvergessen bleiben.

(Henry Tauber)

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Obituary for Sofya Vorontsova

During the DEG-Meeting 2009 in Wiesbaden she drew the word ex libris on the menu, accompanied by place and date and three sinuous lines ending in a little knot – the lines dynamic and forceful, but also playful, tender and fragile. The graduated designer Sofya Vorontsova, herself petite and fragile and yet tough and rigid, now succumbed her severe cancer disease on 20. July shortly after her 33rd birthday.

Born on July, 4, 1984 in the Russian Togliatti on the Volga in the Oblast Samara, she was the only child of Aleksey Vorontsov and Tatiana Kaliagina. Her father was director and chief conductor of the Togliatti symphony orchestra, her mother a pianist. Gifted in music and the fine arts, Sofya after finishing highschool attended the State Art School Nr. 1 in her hometown, then from 2002 to 2007 she studied at the State University for Printing in Moscow, and with the help of a scholarship of the Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) she then studied from 2007-2009 at the College of Fine Arts, Dresden, as master student of Else Hopfe. Additionally she taught at the Moscow College of Applied Art. Since 2009 she worked at times in the printing shop of the Nuremberg xylographer Rudolf Rieß who became her artistic mentor. Finally she lived as freelance artist in Nuremberg.

After in 2011 a tumor had been discovered in her brain she suffered long periods of chemotherapy and irradiation, which she bore – at least externally – tenaciously and stoically in her always modest and reticent, positive and optimistic way of thinking. A wave of helpfulness by artist friends and collectors carried her and large groups of the Nuremburg and Fürth population supported her. In 2015 she married, her last home was in Mühldorf on the Inn.

Sofya painted in different techniques and made water colors. From her journeys to the Netherlands and Spain she brought back ideas for travel pictures. Gaudi’s bizarre buildings and the voluptuous Mediterranean fauna inspired her play of colors, distant from concrete objects. She drew pictures, too, and occupied herself with print graphics. Her special favorite was the woodcut. She created book illustrations and graphic series on E.T.A. Hoffmann and Molière and Russian fairytales and fables. And she was a bookplate artist with an oeuvre of at least 58 plates. She also worked on the theory of bookplates. In Moscow she was working on a book on Xylografie-Exlibris des 20. Jahrhunderts. Kompositionsstruktur und Besonderheiten der künstlerischen Ausdrucksmittel. (Woodcut bookplates of the 20th century. Structures of composition and special forms of artistic expression). Sofya participated in many exhibitions and won many awards.

In most of her bookplates we find bold and dynamic swinging lines, seemingly spontaneous, curving, split up, bunched. The planes often are amorphous, hardly determinable, overlapping in complex curves, occasionally they end in lines. Lines and planes converge, permeate and overlap each other. When she uses color she does so mostly in a lyrical-decorative way. Her motifs were reminiscences from history and the history of art, allusions to music and literature, presentations from sagas and legends (like the Sebald legend on the bookplate for Manfred Baumüller) and images drawn from her fantasy (like the Carpe-diem rocking-horse for Helge Larsen).

Thanks to her amiable personality and her extraordinary art work, Sofya, who passed away far too early, will remain unforgotten by friends and collectors.

(Übersetzung von Heinz Decker)


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Mai 2017

Dies sind die Preisträger des Exlibris-Wettbewerbs der DEG 2017

(gewählt am 30.04.2017 anlässlich der DEG-Jahrestagung in Paderborn)

1. Preis

Ivan Rusachek für Alexander Kerrutt, „Vanitas“, Radierung, 130 x 130 mm

2. Preis

Frank Eißner für Manfred Baumüller, „Gespenst von Canterville“, Holzschnitt, verlorene Form, 156 x 102 mm

3. Preis

Andreas Raub für Wolfgang Fiedler, „Berlin-Rudow“, Radierung, 120 x 98 mm

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April 2017

Verleihung der Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2017 
an Klaus Thoms

Auf der Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft in Paderborn verlieh der Vorstand der DEG Klaus Thoms die Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2017. Geehrt wurde damit der langjährige Präsident (2012 – 2016) und Vizepräsident (1990 – 2012) des Vereins. 
In seiner Laudatio ging der derzeitige DEG-Präsident Henry Tauber in launiger Weise auf den beruflichen Werdegang des studierten Psychologen und Psychotherapeuten ein und zeichnete Stationen aus seinem beruflichen Leben als Leiter psychologischer Beratungsstellen am Niederrhein und als nebenamtlicher Lehrer an einer Fach
schule für Heilpädagogik nach. 
Darüber hinaus erzählte Tauber von den Hobbies des Geehrten: der Liebe zur Musik, z.B. dem Singen im Chor (das er gemeinsam mit seiner Frau Heidi Thoms pflegt), dem Reisen (auch dies gemeinsam mit seiner Frau), vor allem nach Amerika und insbesondere Afrika, und der Mitgründung und ausgiebigen Vorstandstätigkeit im Kunstverein Gelderland, den Klaus Thoms von 2008 bis 2010 leitete. 
Als Liebhaber von Kultur und Kunst kam der Geehrte auch zum Exlibris und trat 1981 in die Deutsche Exlibris-Gesellschaft ein, in der er sich in leitenden Positionen hervortat – „mit außerordentlichem Einsatz und souverän“, so Tauber, „stets unaufgeregt und verbindlich“ und „natürlich auch als Exlibris-Sammler, Auftraggeber und darüber hinaus selbst als Exlibris-Schaffender“. 
Thoms trat als Autor einer Reihe hochinteressanter Aufsätze für das DEG-Jahrbuch in Erscheinung und bereitete in diesem Zusammenhang verschiedenste Themenbereiche, die auf Exlibris vorkommen, aus kulturgeschichtlicher Sicht auf: Da ging es um Karikaturen-Exlibris, apotropäische Darstellungen auf Exlibris(Abwehr von Unheil), um Medusa, Pegasus, Tanz, Brot, Masken, Fenster, Wasser und, erst jüngst, im Jahrbuch 2017, die sieben Todsünden auf Exlibris. 
Sodann ging der Präsident näher auf die Funktion seines Vorgängers als verantwortlicher Redakteur der „Mitteilungen“ ein: „In 25 Jahren hast Du 71 Ausgaben der DEG-Mitteilungen redigiert, die Du von einem mehr oder weniger ´reinen´ Mitteilungsblatt zu einer Art Magazin gemacht hast, 71 Hefte mit insgesamt 1.932 Seiten; anfangs waren es 16 Seiten pro Nummer, bei drei Heften jährlich (bis auf eine Ausnahme 2001), ab 2014 erscheinen zwei Hefte jährlich, allerdings mit durchschnittlich jeweils 40 Seiten. Redigiert hast Du Aufsätze und Leserbriefe, Tagungs- und Ausstellungsberichte, Bildbetrachtungen und Werklisten, Künstler- und Sammlervorstellungen, Biografisches und Nachrufe, Rezensionen und eigentliche Vereinsmitteilungen, z.B. aus dem Archiv.“ 
„Wenn jemand“, so Tauber weiter, „25 Jahre lang eine solche Tätigkeit sozusagen ganzherzig ausübt, liegt es nahe, ihm sehr zu wünschen, dass er diese Tätigkeit auch weiterhin wahrnimmt, um vielleicht 30 Jahre oder auch noch mehr vollzukriegen. Und so setzen wir auf Dich, lieber Klaus, dass Du uns noch so lange, wie es Dir möglich ist und Freude macht, als Redakteur der Mitteilungen und als Verfasser geistreicher Exlibris-Aufsätze erhalten bleibst.“ 
Unter großem Beifall nahm Thoms schließlich aus den Händen des Präsidenten die von dem im letzten Jahr gestorbenen Oswin Volkamer gravierte Walter-von-Zur-Westen-Medaille 2017 entgegen, zusammen mit der kalligrafisch prächtig gestalteten Urkunde von Joke van den Brandt.

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März 2017

Mag. Eva-Maria Wimmer zum Ehrenmitglied der ÖEG ernannt

Anlässlich ihrer Hauptversammlung im März 2017 hat die Österreichische Exlibris-Gesellschaft Frau Mag. Eva-Maria Wimmer die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Insbesondere als langjährige Kassiererin (23 Jahre, seit 1994) und Organisatorin von insgesamt neun, inzwischen legendär gewordenen Exlibris-Treffen in Steyr hat sie sich in besonderem Maße um die ÖEG und das Exlibris verdient gemacht. Als Sammlerin, Auftraggeberin und Tauschpartnerin nahm sie an vielen Tagungen teil, auch innerhalb der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, und tat sich dabei mit zahlreichen ausnehmend qualitätvollen Blättern hervor. Die DEG, deren Mitglied Frau Wimmer gleichfalls seit vielen Jahren ist, gratuliert ganz herzlich!

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70. Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft
9.5.2019 - 12.5 2019 in Wetzlar

>> Anmeldung / Registration <<

Programm

Donnerstag, 9. Mai
Tagungsbüro von 11.00 bis 20.00 Uhr geöffnet
Tauschraum von 11.00 bis 20.00 Uhr geöffnet

Freitag, 10. Mai
Tagungsbüro und Tauschraum von 9.00 bis 18.00 Uhr
geöffnet
Stadtführung von 16.00 bis 18.00 Uhr
Eröffnung der DEG-Jahrestagung um 18.30 Uhr durch den Präsidenten und Gastredner
Sektempfang und Eröffnung der Ausstellung „Exlibris für Karl Andres“

Samstag, 11. Mai
Tagungsbüro und Tauschraum von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet
(im Tagungsbüro Losverkauf für die Tombola)
Jahreshauptversammlung der DEG von 10.00 bis 12.00 Uhr
Stimmzettel-Abgabe für den DEG-Wettbewerb bis 15.00 Uhr
Busausflug zum Ubbelohde-Museum bei Marburg mit Kaffepause in einem Cafe von 15.00 bis 17.30 Uhr
19.00 Uhr Ehrungen im großen Tauschraum
anschließend Festliches Buffet mit Tombola

Sonntag, 12. Mai
Tagungsbüro und Tauschraum von 9.00 bis 13.00 Uhr geöffnet
13.00 Uhr Tagungsende

DEG-Wettbewerb anlässlich der Jahrestagung in Wetzlar
2019 Einsendeschluss 27.03.2019

Einladung zum DEG - Wettbewerb anlässlich der Jahrestagung
>> Weitere Informationen (deutsch) <<
>> Weitere Informationen (englisch) <<
>> Weitere Informationen (russisch) <<

Tagungshotel

Das Michel Hotel in Wetzlar ist ein 4-Sterne-Hotel in der Nähe der Wetzlarer Altstadt. Es verfügt über 150 moderne Zimmer mit WLAN und großen Tagungsräumen für bis zu 400 Personen. Das Hotel bietet seinen Gästen einen Wellness-Bereich mit Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum. Parkplätze finden Sie in der Tiefgarage, im 150 m entfernten Parkhaus der Stadthalle und um das Hotel herum.

Einzelzimmer 75 € pro Zimmer/Nacht inklusive Frühstück
Doppelzimmer 95 € pro Zimmer/Nacht inklusive Frühstück

Michel Hotel Wetzlar, Bergstr. 41, 35578 Wetzlar
https://www.michelhotel-wetzlar.de
Telefon 06441-4170
Email: tagung@michelhotel-wetzlar.de
Bei der Buchung bitte angeben: DEG-Tagung oder Exlibris-Tagung

Weitere Hotels in der Nähe: Bürgerhof, Hotel Goethe, Wetzlarer Hof

Wetzlar, die Goethe- und Optik-Stadt

Wetzlar zählt heute ca. 51.000 Einwohner. Die Altstadt ist gekennzeichnet von mittelalterlichen Plätzen, Fachwerkhäusern und Barockbauten. Der Dom, eine Simultankirche, ist in seiner Vielseitigkeit wohl einzigartig. Romanische und gotische Bauelemente dominieren sein Aussehen.
Mehr als 100 Jahre lang - von 1693 bis 1806 - war die Stadt Sitz des Reichskammergerichts. Hier war der junge Goethe im Jahr 1772 als Rechtspraktikant tätig und lernte Charlotte Buff kennen.
Wetzlar ist als Wiege der Kleinbildfotografie in die Geschichte eingegangen. Mit einer genialen Idee schuf Oskar Barnack das Kleinbildformat für die legendäre Leica-Kamera. Die Phänomene der Optik können auf dem Wetzlarer Optikparcours entdeckt werden.
Umgeben von den Mittelgebirgen Taunus und Westerwald ist Wetzlar ein guter Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren und Ausflüge mit dem Kanu auf der beschaulichen Lahn.
Über die Touristen-Information (Tel. 06441-997755, www.wetzlar-tourismus.de ) können Sie sich über die sehenswerten Museen informieren: Jerusalemhaus (Wohnhaus des Werther aus Goethes Werk), Lottehaus, Leica Welt im Leitz-Park, Reichskammergerichtsmuseum, Sammlung von Lemmers-Danforth (europäische Wohnkultur der Renaissance und des Barock), Viseum (technisches Museum zur Optik).

09.05 – 12.05.2019
Deutsche Exlibris-Gesellschaft (DEG), Jahrestagung in Wetzlar

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12.08. – 16.08.2020
FISAE-Kongress in Cambridge (Großbritannien)

Dazu schreibt der Organisator Anthony Pincott:

Liebe Exlibrisfreunde,

Ich schreibe Ihnen, um Ihnen Neues vom Kongress mitzuteilen, der in zwei Jahren, von Mittwoch, dem 12. August 2020 (Ankunft von 10:00 Uhr an) bis zum Sonntag, dem 16. August 2020 (nach dem Frühstück) stattfindet.

Das besondere Merkmal des 38. FISAE Kongresses ist, dass er in einem College der Universität Cambridge abgehalten wird. Das bietet den Vorteil, dass alle Teilnehmer am selben Ort, dem Churchill College, untergebracht werden können.

Man hat mir gesagt, dass viele Teilnehmer für den Prager Kongress 2018 erst sehr spät gebucht haben. Das wird für den Event in Cambridge aus folgenden Gründen nicht möglich sein:

Wir erwarten, dass dieser Kongress 2020 besonders populär sein wird. Cambridge rangiert hoch in der Liste der Orte in England, die man besuchen soll. Es werden weniger Plätze zur Verfügung stehen als in Prag 2018. Wenn Sie spät buchen, könnte es sein, dass Sie nur auf eine Warteliste gesetzt werden (für den Fall von Absagen anderer Teilnehmer).

In Cambridge gibt es einen allgemeinen Mangel an Hotelunterkünften. Der Veranstaltungsort, Churchill College, ist kein Hotel und erfordert frühes Buchen Andernfalls wird das College anderen Konferenzen oder Einzelreisenden, die in Konkurrenz zu unserer Veranstaltung stehen, das Buchen von Räumen erlauben. Das wäre äußerst ungünstig. Churchill ist ein neues, großes College, daher sind die Studentenunterkünfte modern. Das College hat kürzlich ein neues Gebäude für Unterkünfte eröffnet.

Die meisten Zimmer im College haben Duschbäder, aber es gibt etwa 100 Räume ohne Bad. Falls Sie spät buchen, könnten sie möglicherweise keine Auswahl für ihr Zimmer haben.

Der Vorzugspreis für frühes Buchen von Zimmern und für die Teilnahme am Kongress wird nach einem bestimmten Datum nicht mehr zu Verfügung stehen (es wird voraussichtlich Mitte 2019 bekannt gegeben. Die Preise werden dann höher sein. Noch höhere Preise wird es ab 1. Januar 2020 geben (außer für Leute, die schon auf der Warteliste stehen)

Im Speisesaal des St John’s College gibt es nur 300 Plätze für das Dinner am Samstag, dem 19. August 2020. Die übrigen Teilnehmer, die sich nach den ersten 300 angemeldet haben, werden das Dinner an einem anderen Ort haben.

Bitte zögern Sie nicht und melden Sie sich online unter http://www.bookplatesociety.org/2020registration.htm an und bezahlen Sie unverzüglich die kleine Gebühr von £25 (um zu zeigen, dass Sie ernsthaft buchen. Falls 2020 eine Krankheit Sie von der Teilnahme abhält, wird es zurückerstattet).

Falls Sie bereits angemeldet sind, dient dies nur zur Information.

Falls Sie einen Tag früher anreisen oder einen Tag später abreisen wollen, wird das College Räume zur Verfügung stellen. Während des Kongresses wird es keine Besuche historischer Statten geben, wohl aber am Anreise- und Abreisetag.

 Alle guten Wünsche

Anthony Pincott

The Bookplate Society

32 Belitha Villas

London N1 1PD

Tel: +44 (0) 20 7607 5105

Skype: tony.pincott    (London)

Email: 2020@bookplatesociety.org

(Übersetzung von Heinz Decker)

Siehe außerdem:
http://www.bookplatesociety.org/2020home.htm
sowie
http://www.bookplatesociety.org/documents/CongressLeaflet2018.pdf

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2022
FISAE-Kongress in San Francisco (USA)

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Exlibris-Ausstellung, Salzburg, Samstag, 6. Oktober 2018
Ausstellungs-Einladung von Frau Mag. Renate Schönmayr, Universitätsbibliothek Salzburg:
Die Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften in Salzburg nimmt bereits seit mehreren Jahren an der „Langen Nacht der Museen“ teil, weil wir mit der Landkartengalerie im Toskanatrakt einen quasi musealen Lesesaal beherbergen, den wir im Rahmen dieser Sonderöffnung gerne auch der interessierten Öffentlichkeit zeigen.
Seit Jahren gestalten wir an diesem Abend auch eine kleine Ausstellung, und im heurigen Jahr haben wir uns entschlossen das Thema „Exlibris“ vorzustellen. An dem Abend wird es also eine Ausstellung mit Stücken aus der exquisiten Exlibris-Sammlung der Universitätsbibliothek Salzburg geben, wir haben sowohl besondere Vorbesitzer als auch besonders schöne Exlibris-Grafiken ausgewählt. Die Universitätsbibliothek Salzburg besitzt neben zahlreichen Exlibris-Stücken in den Büchern auch eine Sammlung von heraus gelösten Einzelexlibris, die wir inzwischen auch im Rahmen eines Projektes erfasst haben, Sie können auf folgender Seite mehr dazu finden: https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=64683&MP=132-44829

Zur Langen Nacht der Museen finden Sie das Programm der Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften unter folgendem Link:
https://langenacht.orf.at/museum/bl/salzburg/li/universitaetsbibliothek-salzburg-fakultaetsbibliothek-fuer-rechtswissenschaften/

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THEMA KREUZ

Malerei - Zeichnung - Objekt - Fotografie - Installation
Julia Arztmann • Alfred Grimm • Christoph Mause • Axel Vater

Der Kunstverein Siegen lädt Sie und Ihre Freunde
zur Eröffnung der Ausstellung
am Donnerstag, dem 27. September 2018, um 19.00 Uhr
in die Städtische Galerie Haus Seel ein.

Begrüßung
Albrecht Thomas
1. Vorsitzender Kunstverein Siegen
Jens Kamieth
1. stellv. Bürgermeister Universitätsstadt Siegen, MdL

Einführung
Kirsten Schwarz, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Abends in der Galerie
"Das Kreuz mit dem Kreuz"
Religiöses Symbol - Kunstwerk - Designobjekt
Vortrag mit Diskussion
Do.,11. Oktober 2018, um 19.00 Uhr

Künstlergespräch in der Ausstellung
So., 4. November 2018, um 16.00 Uhr

Katalog und Editionen
der Künstlerin und Künstler werden in der Ausstellung angeboten.

Telefon in der Ausstellung: 0271 404-1447
Führungen für Gruppen bitte unter
0271 21624 (Büro Kunstverein) anmelden.

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Foto: Jens Umbach

Museum für Sepulkralkultur / Weinbergstraße 25-27 | 34117 Kassel | 0561-91893 0
info@sepulkralmuseum.de | www.sepulkralmuseum.de

Verlängert bis 30. September 2018

ZIRKELSCH(L)USS

Dieter Huber, Herlinde Koelbl, Jens Umbach

26. Mai bis 30. September 2018

Arbeiten von Dieter Huber, Herlinde Koelbl und Jens Umbach

Die Ausstellung ZIRKELSCH(L)USS zeigt drei künstlerische Auseinandersetzungenmit dem Thema Krieg und Gewalt. Zu sehen sind Fotografien und eine Videoinstallation.

Dieter Huber zeigt in seiner Serie #SAFE // STRIKE ästhetische Fotografien vonEinschusslöchern, von kriegsauslösenden Treffern bis hin zu Testschüssen, dieanziehend und abstoßend zugleich wirken. In seiner ebenfalls präsentierten Serie „#SURVEILLANCE“ reflektiert Huber mit den Mitteln computergenerierter Bilder überdie Ausbeutung des menschlichen Sicherheitsbedürfnisses.

Herlinde Koelbl hat in ihrer umfassenden Arbeit „TARGETS“ dokumentiert, worauf Soldaten schießen, wenn sie das Töten lernen. Zielvorstellungen und Abbilder des Feindes werden zu einer Einheit, die dem Gegner ein Gesicht geben.

Die Fotoserie THE AFGHANS von Jens Umbach entstand in der Nachfolge desProjektes AFGHANISTAN, das 2014 im Museum für Sepulkralkultur präsentiert wurde. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Afghanistan konzentrierte sich Umbach auf die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zum Camp Marmal, in Nachbarschaft zu den deutschen Truppen lebten.

Fotos sind für Sie auf unserer Homepage bereitgestellt:

http://www.sepulkralmuseum.de/26/Presse.html

Laufzeit: 26. Mai – 30. September 2018

Öffnungszeiten: Di 10.00–17.00 Uhr | Mi 10.00–20.00 Uhr | Do bis So 10.00 –17.00 Uhr

Adresse: Museum für Sepulkralkultur | Weinbergstraße 25–27 | 34117 Kassel

T. 0561 91893 0 | info@sepulkralmusuem.de | www.sepulkralmuseum.de

PM 9.8.2018


Freitag, 14. September 2018 | Konzert | 19.30 Uhr


Begleitveranstaltung zur Ausstellung ZIRKELSCH(L)USS.

Verlängert bis 30. September 2018


Musik und Poesie aus Afghanistan


Dr. Salamat Schiftah, Gesang und Rubab, Chromonika und weitere Instrumente

Shekab Wadwa, Tabla-Spieler

Ursel Schlicht, Piano und Querflöte

Der Musiker und Poet Dr. Salamat Schiftah aus Afghanistan steht im Mittelpunkt dieses Konzertes.

In Kabul geboren und seit einigen Jahrzehnten in Deutschland singt Salamat Schiftah afghanische Lieder, eigens vertonte Gedichte und humorvolle Kompositionen, die er auf der traditionellen Zupflaute Rubab in Begleitung des Tabla-Spielers Shekab Wadwa und der Pianistin Ursel Schlicht erklingen lässt. Dr. Schiftah hat für diesen Auftritt ein spezielles Programm zusammengestellt, das er als Gratwanderung zwischen Leiden und Lust bezeichnet. Seine Lieder basieren auf eigenen Gedichten aus seinem neu erschienenen Buch "Gedichte - sinnvoll und rar, Blick aus München und Mazar“.

Seit Jahrzehnten widmet er sich intensiv der Vermittlung der Kulturen und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Es ist sein Interesse, den Menschen hier die Kultur seiner Heimat Afghanistan näher zu bringen und für Toleranz zwischen den Religionen zu werben.

Mehrmals hat er an Projekten der Pianistin Ursel Schlicht teilgenommen; erstmals bei extempore im documenta-Sommer 2002 und 2007, zuletzt in der Reihe Weltmusik in der Kreuzkirche 2014.

Im Rahmen der Ausstellung ZIRKELSCH(L)USS verspricht dieses Konzert ein besonderes Erlebnis zu werden.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Kassel

und Ursel schlichts SonicExchange / www.urselschlicht.com

Eintritt: 14,- Euro | 9,- Euro ermäßigt


Museum für Sepulkralkultur

Weinbergstraße 25-27

34117 Kassel

T. 0561 91893 0

info@sepulkralmuseum.de

www.sepulkralmuseum.de

DEG-Wettbewerb anlässlich der Jahrestagung in Wetzlar 2019
Einsendeschluss 27.03.2019

Einladung zum DEG - Wettbewerb anlässlich der Jahrestagung

>> Weitere Informationen (deutsch) <<

>> Weitere Informationen (englisch) <<

>> Weitere Informationen (russisch) <<

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Trakai / Litauen

“Wyspa Skarbów” Gdański Archipelag Kultury: 9. Internationale Exlibris- und Kleingrafik-Wettbewerb „Die Tiere der Ostsee“

Weitere Informationen unter:

https://exlibrisgdansk.pl/
https://www.facebook.com/Ex-Libris-Gdansk

Tiere der Ostsee 1 | Tiere der Ostsee 2 | Tiere der Ostsee 3 | Tiere der Ostsee 4

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Wood Engraving Award

V. La Torre de l'Encenall de Torredembarra" wood engraving award

Weitere Informationen unter: http://gravat-torredembarra.plisweb.com/

PDF La torre ... Award

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Ausschreibung eines Exlibris-Wettbewerbs zum Thema "Hongkongs Rückkehr zu China"

1. Please show your interest and register by reply the following email address:

hkexlibris@gmail.com OR directly mail your reply letter to us.

2. After application, please send 3-5 sets of work, each in 3 copies of the original and physical art pieces and send to us the following address, (for the exhibition, production of the big book and kept by the Hong Kong Ex-Libris Association purposes. Please note that insufficient of copies in provision may affect participation)

3. We need your biography information (within 150 words) plus your updated contact information such as the email address, mailing address, telephone no.

4. Deadline for all information and material to us on or before 31 May 2017

Wurzbach

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